Die Ideen des M(a)erz

kein Frühlingsmärchen für Deutschland



Denk' ich an Merz in der Nacht,
so bin ich um den Verstand gebracht.


Im Merzen der Kanzler
die Wähler anspannt:
Mehr arbeiten statt krank sich drücken,
Buckeln als neuer Lebensstil.
Das Namensschild auf der Brust
  weist den Bürgersoldaten aus:
Sei immer im Einsatz.


Der Führer spricht
von der Ehre der Arbeit.
In der Bibel beschwert
sich ein Verwalter,
der vergrub das anvertraute Vermögen
damit es aufgespart werde,
statt es zu mehren für fremde Hände.


„Du erntest, wo du nicht gesät hast“,
der Kanzler lacht laut:
„Ich bin oben – du bist unten.
Die Früchte wachsen in meinen Himmel;
du Erdenwurm bist nur der Dünger.
Wohlstand kannst du dir nicht leisten.“

 
Die himmlische Versammlung
aus Aktionären der Tötungsfabriken
ermahnen im Chor:
„Du Möchtegern Gott von Merz,
vergiss nicht – wir ziehen die Fäden.
Dir stehen die Krümel zu -
bis wir dich abkanzeln.“


Im Merzen der Radfahrer
mit Kraft in die Pedale tritt.
Sein Rücken ist krumm
dem Gegenwind durchschlüpfend.
Er fühlt sich eins mit der Natur:
Der Stärkere erreicht das Ziel.
Die Reifen hinterlassen Narben im Untergrund.

















Am 17. Februar 2026 wurde der 170. Todestag
von Heinrich Heine begangen
  im Namen der Erben:
Stephan Ebers



hier kann das Gedicht angehört werden
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