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Arturo F. Szeienz
Institut für Kunst der Wissenschaften
Oberbösa (Thüringen)

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Beispiele für die Verbindung von Kunst & Wissenschaft


Einführung in die Kunst der Wissenschaft
Studentenwitz


Die Ijssel - ein Fluss des Flachlands

Die Ijssel entspringt als Issel bei Raesfeld im Münsterland. Im weiteren Verlauf windet sie sich durch eine Agrarlandschaft bis zur niederländischen Grenze. Dort beginnt ein renaturiertes Gebiet mit Auencharakter. Bei Ulft befindet sich ein größeres Wehr. Bei hohem Wasserstand stürzen die Wassermassen in die Tiefe und nehmen dabei Sauerstoff auf. Es bilden sich Schaumkronen. Fälschlicherweise denkt der Bürger an Verschmutzung durch Waschmittel. Das ist nicht richtig. Häufig findet sich an Gewässern das Seifenkraut (saponaria officinalis).
Früher als Waschmittel verwendet, erzeugen die waschaktiven Verbindungen in der Pflanze bei mechanischer Beanspruchung der Pflanzenteile während des Transportes im Wasser an Verwirbelungen
mit der Luft im Überlauf des Wehrs  diesen Schaum.

Da die Böden in dieser Gegend reich an bakteriologisch bedingten Ablagerungen von Eisenhydroxid (Goethit) ist, werden die Partikel in den Zwickeln des Schaumes weiter transportiert. Daher die braune Färbung. Diese natürliche "Flotation" zeigt im Bild sehr deutlich die fraktalen Strukturen während des Schaumzerfalls. Fraktale sind Abbilder des Übergangs von Chaos zur Ordnung. Sie besitzen keine periodische Symmetrie und unterscheiden sich voneinander.



Eisblumen auf der Heckscheibe eines Autos

Eisblumen sind nichts anderes als Eiskristalle, die sich im Aufbau befinden. Man spricht dabei von "Kristallskeletten" oder "Dendriten". Im Solnhofener Schiefer wurden sie lange Zeit als versteinerte Farne bezeichnet. In Wirklichkeit handelt es sich um Manganoxid - Dendriten, die sich einst als Manganoxid-Hydrate  einlagerten und im Laufe der Verdunstung des Wassers begannen zu kristallisieren.

Der Kristallisationsprozess ist dabei gewissen Gesetzmäßigkjeiten unterworfen. Es gilt als wichtigstes Ziel das Maß der Unordnung (Entropie) auf ein Minimum zu beschränken. Doch der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach. Bei dem Kristallwachstum gilt auch diese Regel: Geringe Schwankungen von Druck, Temperatur und chemischer Zusammensetzung lassen nicht den Idealkristall entstehen, sondern nur im besten Falle den idealen Realkristall. Vergleichbar mit dem Bemühen engagierter Politiker wirklich etwas zu verändern, um später resigniert festzustellen, dass die Lobbyisten bei dem Gesetz wieder einmal gewannen und alles bereits abgesprochen war, und nun von ihnen verlangt wird, dass sie dem Betrug freudig zustimmen. Lediglich die ursprüngliche Absicht ist dann noch erkennbar. So ist das auch bei den Eisblumen, besonders den einzelnen Eiskristallen. Sie lassen eine gewisse Symmetrie erkennen, sind aber stets in Details voneinander verschieden. Wir befinden uns daher im Grenzbereich zwischen Ordnung und Chaos.

"Nun will der Lenz uns grüßen..."
Aufnahmendaten für das untere Foto:
Pentax K30 mit VEB-Carl-Zeiss-Jena Tessar 2.8/50mm
Blende 11, t=1/500 sek. 3200 ASA

Weichenlaterne